Das Forschungsprojekt "SAD-Zambia" wird sich ab diesem September für drei Jahre mit der Erforschung der Übertragung von Bakterien der Gattung Staphylococcus Aureus entlang der Produktionskette von Milch  beschäftigen. Zuerst werden die Wissenschaftler die Produktionssysteme eingehend untersuchen, um mögliche Schwachstellen und Hygienemängel festzustellen. Die Erkentnisse aus den Studien sollen dazu dienen, Methoden zur Eindämmung der Bakterienzahlen und Monitoring zu entwickeln.

Die Analyse der Bakterienstämme wird vom deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) durchgeführt. Es soll ein Forschungsnetzwerk aufgebaut werden, an dem auch die sambische Regierung beteiligt ist. Gefördert wird "SAD-Zambia" vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Staphyolococcus aureus ist ein Bakterium, das bei 20 bis 50 Prozent der Menschheit als harmloser Bestandteil der Haut- und Schleimhautflora auftritt. Allerdings kann es bei geschwächter Immunabwehr oder Verletzungen zu Infektionen führen. Besonders gefährlich ist der MSRA-Stamm, der gegen diverse Antibiotika resistent ist. (lm)
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