Nachhaltigkeitspreis

Sparsames Gewächshaus gewinnt

Deutscher Nachhaltigkeitspreis
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) verleiht den Preis seit drei Jahren an Forscher, deren Arbeit zur umweltverträglicheren Produktion beiträgt.

Im diesem Jahr traf eine Jury aus 80 Bewerbungen eine Vorauswahl. Die ausgewählten drei Projekte wurden daraufhin in einer Fernsehsendung vorgestellt. Zuschauer bestimmten den Sieger per Online-Voting.
Das Forscherteam der Zukunftsinitiative Niedrigenergiegewächshaus (Zineg) erhält den deutschen Nachhaltigkeitspreis. Seit 2009 forschten Wissenschaftler der Hochschule Osnabrück, der TU München, der Humboldt-Universität Berlin und der Leibniz Universität Hannover gemeinsam, um den Energieverbauch von Gewächshäusern zu senken.

Ein Teilprojekt der Hochschule Osnabrück zeigt erfolgreich, wie umweltverträglicher produziert werden kann. Um Energie einzusparen, verwendete das Forscherteam Wärmeschutzglas für ein Gewächshaus.

Prof. Andreas Bettin von der Hochschule Osnabrück berichtet: „Im Vergleich zu einem herkömmlichen Gewächshaus konnten durch das verwendete Wärmeschutzglas 70 Prozent der Energie eingespart werden.“ Allerdings erreicht die Pflanzen durch das Wärmeschutzglas weniger Tageslicht, zusätzlich steigt die Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus. Untersuchungen zeigten, dass die Pflanzenqualität nicht unter den veränderten Bedingungen leide. Die Luftfeuchtigkeit sei über Computer gut steuerbar. Für Warmhauskulturen wie Orchideen eigne sich das Wärmeschutzglas besonders. Ein finanzieller Mehraufwand amortisiere sich innerhalb von sieben Jahren. (has)
stats