Spektrum der Agrarforschung erweitern

Eine neue Weichenstellung in der Agrarforschung fordern sowohl Bündnis 90/Die Grünen als auch die Linke im Deutschen Bundestag. Die Schwerpunkte des wissenschaftlichen Arbeitens sollen verstärkt in der Ernährungs- und Verbraucherforschung, im Ökolandbau sowie in bisher unterfinanzierten Bereichen wie der Gartenbauforschung liegen, heißt es von Seiten der Grünen. Die Linke tritt für eine stärkere Ausrichtung auf „gesamtgesellschaftliche Interessen“ ein, die Agrarforschung solle mehr Kooperationen eingehen und fachübergreifender werden. 

Beide Fraktionen begrüßen die in der vergangenen Woche neu gegründete Deutsche Agrarforschungsallianz (Dafa), die sich als Vernetzungsstelle der Agrarforschung in Deutschland sieht. Kritisiert wird hingegen von beiden Fraktionen die Förderung der Bioökonomie-Forschung, die von den Grünen als „Gentechnik-Forschung“, von den Linken als „High-Tech-Strategie“ abgelehnt wird. Bedauert wird ebenso der massive Personalabbau in der Ressortforschung unter dem Dach des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Die Zahl der Stellen habe sich in den vergangenen 15 Jahren nahezu halbiert, kritisieren die Grünen. (kbo)
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