Futtermittelindustrie

Start-Up verwendet Insekten

Der weltweite Bedarf an Proteinquellen für die Futtermittelindustrie steigt. Das französische Start-Up-Unternehmen Ynsect hat sich auf Insekten als Rohstoff spezialisiert. Für seinen ganzheitlichen Ansatz gewinnt das Start-Up die internationale Auszeichnung für klimaschonende Technologien der gemeinnützigen Organisation Cleantech Open. Sie ist kürzlich während eines Forums in San Fransisco verliehen worden.

Die Insekten werden in die Prozesskette zur Futtermittelherstellung integriert. Dies hat positive Nebeneffekte. Einerseits können die Insekten mit Resten aus der Müllerei gefüttert werden. Das wertet die Nebenprodukte zu Futtermitteln für die proteinliefernden Insekten auf. Andererseits kann der Kot als Düngemittel verwendet werden. Dies senkt die CO2-Emission im Vergleich zur konventionellen Futtermittelherstellung.

Das Start-Up wird unterstützt von der Climate Knowledge Innovation Community (Climate KIC) mit Hauptsitz in London. Die gemeinnützige Organisation fördert europaweit Ideen, die zur Klimaverbesserung beitragen. Dazu erhält sie Fördermittel von der EU-Kommission und Spenden von Universitäten und privaten Geldgebern.

Mit dem Einsatz von Insekten als Eiweißfuttermittel befasst sich auch die Witzenhäuser Konferenz des Fachbereichs Ökologische Agrarwissenschaften der Universität Kassel. Die Konferenz Eiweißquellen auf dem Prüfstand findet in der kommenden Woche in Witzenhausen statt. (has)
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