„Die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung muss in den Köpfen ankommen“,  stellte Bundesministerin Johanna Wanka im Rahmen der Vorstellung des Berufsbildungsberichts klar. Die rund 13.150 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in der Landwirtschaft entsprechen dem Vorjahresniveau. In Westdeutschland wurden 10.392 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen, 1,3 Prozent weniger als im Vorjahr. In Ostdeutschland war ein Anstieg um 5,2 Prozent auf 2.764 zu verzeichnen.

Im gesamten Ausbildungsmarkt wurden, während des Ausbildungsjahrs 2013/14  522.200 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen. Dies entspricht zwar einem leichten Rückgang um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Rückgang hat sich aber im Vergleich zum Berufsbildungsbericht 2014 verringert. Damals betrug er minus 3,7 Prozent. Der Rückgang bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen hat mehrere Ursachen: Er ist zurückzuführen auf die demografische Entwicklung, eine gestiegene Studierneigung, aber auch auf die zunehmenden Schwierigkeiten der Unternehmen, offene Ausbildungsplätze zu besetzen.

Die Zahl der gemeldeten unbesetzten betrieblichen Ausbildungsstellen erreichte mit 37.100 im langjährigen Vergleich einen neuen Höchststand. Dem standen 20.900 unversorgte Bewerberinnen und Bewerber gegenüber. Das sind 0,8 Prozent weniger unversorgte Bewerber als im Vorjahr. Das liege auch daran, dass Jugendliche nicht immer die richtigen Vorstellungen über bestimmte Berufe haben und dass Betriebe neu über die Attraktivität ihrer Ausbildung nachdenken müssten, stellen die Autoren fest. (az)
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