Das von den Forschern des Kurt-Schwabe-Instituts für Mess- und Sensortechnik, Meinsberg, (KSI) und des Instituts für Agrar- und Stadtökologische Projekte der Humboldt-Universität, Berlin, (IASP) entwickelte Messsystem erlaubt eine kontinuierliche Überwachung des Säuregehaltes von Biogasanlagen. Die Forscher zeigten darüber hinaus, dass die Essigsäurekonzentration Prozessinstabilitäten deutlich eher und intensiver anzeigt als der pH-Wert.


Nach derzeitigem Stand der Technik müssen erst Proben entnommen und im Labor analysiert werden - eine schnelle Reaktion auf Prozessstörungen, die durch hohe Säuregehalte angezeigt werden, ist so nicht möglich.

Das neue Messsystem bietet eine vergleichsweise hohe Langzeitstabilität bei geringem Wartungs- und Kalibrieraufwand. Laut der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V., die das Projekt gefördert hat, bieten die Ergebnisse vielversprechende Ansätze. Für mittelständische Unternehmen im Bereich Mess- und Sensortechnik böte es sich beispielsweise an, auf dieser Basis innovative, marktfähige Produkte und Anwendungen zu entwickeln.

Insgesamt können der Betreiber oder die automatische Anlagensteuerung mit Hilfe des neuen Messsystems potenziell schneller auf Prozessstörungen reagieren – ein Weg zu mehr Effizienz bei der Biogaserzeugung. (az)
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