Ernährungssicherung

Strategien gegen Hunger veröffentlicht

Ein Ziel ist es beispielsweise, durch verbesserte Anbaumethoden und Technologien die Ernteerträge zu erhöhen. In Regionen wie Deutschland bieten derartige Methoden wenig Potential. In Afrika, Asien oder Osteuropa könnten Landwirte bei verbessertem Anbau aber zehnmal so viel Nahrung produzieren.

Die Forscher fordern zudem, die Umwandlung der Regenwälder in Acker- und Weideland zu stoppen. Die Zerstörung des Regenwaldes fördere den Rückgang der Artenvielfalt und beschleunige den Klimawandel und die Ausbreitung von Wüsten. Dies sei eine Gefahr, die weitere Menschen in den Hunger treiben könnte.

Die Studie zeigt auch, dass der strategische Einsatz von Wasser und Düngemitteln sich lohnt.

In einigen Gegenden werden Nahrungsmittel nicht effizient genutzt. Dies betrifft nicht nur die Wohlstandsgesellschaften, sondern auch die Entwicklungsländer. Bis zur Hälfte der Nahrungsmittel geht verloren, weil Schädlingen sie fressen oder sie aufgrund der mangelhaften Lager- und Transportinfrastruktur verderben.

Zudem kritisieren die Forscher, dass zu viele pflanzliche Lebensmittel an Tiere verfüttert werden, anstatt sie selbst zu essen. Kein Tier setzt Nahrung hundertprozentig in Fleisch Milch oder Eier um. Die Produktion einer tierischen Kalorie koste drei Mal so viel, wie eine pflanzliche Kalorie. Hier seien vor allem die westlichen Nationen in der Pflicht. (az)
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