Studenten verspüren an ihren Hochschulen einen stärker werdenden Druck und wünschen sich sichere Arbeitsplätze. Zu diesem Ergebnis kommt der 11. Studierendensurvey, eine seit den 80er Jahren durchgeführte Dauerbeobachtung zur Entwicklung der Studiensituation. Die Arbeitsgruppe Hochschulforschung der Universität Konstanz hatte im Wintersemester 2009/2010 etwas mehr als 7.500 Studenten aus 25 Universitäten und Fachhochschulen befragt.  

Aus Sicht der Studenten haben in den vergangenen Jahren die Leistungsanforderungen stark zugenommen. Besondere Probleme bereitet insbesondere den Bachelor-Studenten die Prüfungsvorbereitung. Ursachen sind eine gestiegene Stoffmenge und das enger getaktete Prüfungssystem. Jeder zweite Student macht sich Sorgen, das Studium überhaupt zu schaffen. Damit hat dieser Anteil in den letzten Jahren stark zugenommen. Das inhaltliche Niveau hingegen wird als weniger belastend wahrgenommen. Die Qualität der Lehre, der Aufbau der Studiengänge und die Durchführung der Lehrveranstaltungen wird von einer Mehrheit positiv bewertet.  

Die Berufserwartungen haben sich seit 2004 verbessert. Die große Mehrheit erwartet kaum Schwierigkeiten beim Berufseinstieg. Allerdings haben sich die Ansprüche an die Arbeit verändert. In den letzten Jahren ist der Wunsch, selbstständig Entscheidungen treffen zu können und vor neue Aufgaben gestellt zu werden, zurückgegangen. Ein sicherer Arbeitsplatz ist den Studenten deutlich wichtiger geworden. (az)
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