Das Studieren im Ausland wird immer beliebter. Agrarwissenschaftler bevorzugen hingegen die Heimat. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg 2009 die Zahl der Deutschen, die Auslandssemester absolvieren, im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent. Damit waren insgesamt etwa 115.500 deutsche Studenten an ausländischen Hochschulen eingeschrieben.

Studenten der Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften zeigen allerdings immer noch eine geringere Bereitschaft für Auslandsaufenthalte. Von den etwas mehr als 38.000 Studenten entschieden sich etwa 2 Prozent für ein Studium jenseits der Heimat. Damit blieb die Bereitschaft ins Ausland zu gehen im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

In den vergangenen zehn Jahren sind die Deutschen zunehmend mobiler geworden. Während es 1999 nur 31 von 1.000 Studenten in andere Länder zog, hat sich die Zahl bis zum Jahr 2009 verdoppelt. Allerdings wagen sich die meisten kaum weit von der Heimat weg. Mehr als die Hälfte entschied sich für ein Studium in Österreich, den Niederlanden und Großbritannien. Am häufigsten absolvierten Studenten der Sprach- und Kulturwissenschaften sowie Sportstudenten Auslandssemester.

Im Gegenzug wird Deutschland zunehmend für ausländische Studenten attraktiv. Im Wintersemester 1999/2000 waren an deutschen Hochschulen fast 113.000 Studenten eingeschrieben, die ihre Hochschulzugangsberechtigung im Ausland erworben hatten. Im Wintersemester 2010/2011 kletterte die Zahl bereits auf 185.000.
 (az)

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