Die deutsche UNESCO-Kommission ehrt eine Initiative der Universität Hohenheim für die Etablierung von Nachhaltigkeit und Ethik in den Agrarwissenschaften. Am heutigen Montag wird die Studentengruppe „Food Revitalization and Eco-Gastronomic Society of Hohenheim“ (Fresh) als Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.

Mit Eat Ins und Fachtagungen setzen die Studenten ein Zeichen für ein nachhaltiges Ernährungssystem. Darüber hinaus erreichten sie, dass die Universität Hohenheim seit 2010 ein eigenes Lehrangebot zur Ethik in den Agrarwissenschaften anbietet. „Die Gruppe Fresh zeigt eindrucksvoll, wie zukunftsfähige Bildung aussehen kann“, sagt Prof. Gerhard de Haan, Vorsitzender der Jury der UN-Dekade in Deutschland zur Wahl. „Von nun an wird es hoffentlich einfacher, eine Finanzierung zu bekommen“, hofft Fresh-Mitglied Steffen Schweizer, dessen Ziel es ist, das Thema Ethik mit einer Professur in den Agrarwissenschaften zu verankern.

Mit der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ haben sich die Staaten der Vereinten Nationen verpflichtet, diese Art des Lernens in ihren Bildungssystemen zu verankern. Über die Auszeichnung als Dekade-Projekt entscheidet eine eigene Experten-Jury. Voraussetzung ist die Ausrichtung der Arbeit an den Grundsätzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Außerdem müssen die Projekte einen innovativen Charakter haben. (az)
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