Die Quote der Studienanfänger hat 2009 einen neuen Höchststand erreicht. Gegenüber dem Jahr 2006 konnte sie um 23 Prozent zulegen. Sie erreicht mit etwa 420.000 Erstsemestern nun rund 43 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt der dritte Bildungsbericht, der im Auftrag von der Kultusministerkonferenz und des Bundesbildungsministeriums erstellt wurde.
 
Auch in den nächsten 15 Jahren werden die Studienanfängerzahlen nahezu konstant bleiben, prognostiziert der Bericht. Damit würde sich der demografische Wandel kaum auf die Hochschulen auswirken. So wird bis 2025 mit etwa 350.000 Studienanfängern gerechnet. Das sind etwa ebenso viele, wie im Jahr 2006.
 
Das Durchhaltevermögen der Studenten ist hingegen noch ausbaufähig. So ist die Studienabbruchquote im Jahr 2008 insgesamt um 3 Prozent auf 24 Prozent angestiegen. Bei den Bachelorstudiengängen ging die Zahl der Studienabbrecher allerdings leicht zurück. Sie ist von 30 Prozent im Jahr 2006 auf 25 Prozent im Jahr 2008 gesunken.
 
Als nach wie vor größtes Problem wird die weiter wachsende Kluft zwischen bildungsnahen und bildungsfernen Menschen angesehen. Der von einer unabhängigen Wissenschaftlergruppe erstellte Bildungsbericht erscheint alle zwei Jahre. (kbo)
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