Hochschulforum

Studierende suchen Themen von Morgen

Das Netzwerken in den Pausen gehörte auch zum Hochschulforum.
-- , Foto. Bettina Meckel
Das Netzwerken in den Pausen gehörte auch zum Hochschulforum.

200 Teilnehmer aus ganz Deutschland waren am 21. April nach Osnabrück gekommen, um wissenschaftliche Arbeiten und Forschungsprojekte zu präsentieren und zu diskutieren. Die Themenpalette reichte dabei vom Tierwohl in der Schweinehaltung über die Kommunikation mit dem Verbraucher, Risikomanagement, Bodenmarkt, regionaler Produktvermarktung bis zum E-Learning in internationalen Teams. Gekommen waren Wissenschaftler und Studierende von 12 Hochschulen und Fachhochschulen mit Agrar-Fakultäten, sowie Vertreter aus der Praxis.

Debattiert wurde auch darüber, welche Forschungsschwerpunkte in der Zukunft gesetzt werden sollten. In moderierten Gruppendiskussionen tauschten sich die Teilnehmer darüber aus, welche Themen die Agrarbranche in Zukunft beschäftigen werden und welche Fragestellungen sich daraus aus für die Agrarforschung ergeben.

Viele Studenten beschäftigt die Frage, wie Landwirte in Zukunft die Anforderungen der Gesellschaft mit ökonomischen Erfordernissen unter einen Hut bringen können. Gefragt wurde auch wie die Kommunikation mit dem Verbraucher verbessert und die Zusammenarbeit mit Schulen intensiviert werden könnte. Weitere Themen waren die Ressourceneffizienz, die bessere Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte und mehr Innovation bei der Entwicklung ganz neuer Produkte mit höherem Preispotential, wie zum Beispiel functional Food. Kritisch gesehen wurde von vielen Studenten die Arbeit der landwirtschaftlichen Organisationen. Die Branche müsse ihre Abwehrhaltung überwinden, positive Beispiele kommunizieren und dürfe negative Entwicklungen nicht bestreiten, forderten einige Teilnehmer.

Die Ergebnisse der Diskussionen wurden zusammengefasst und sollen als Impulse für künftige Forschungsarbeiten dienen. Im Idealfall ergeben sich daraus weitere Projekte, bei denen Wissenschaftler und Studierende der beteiligten Hochschulen kooperieren. Einig waren sich die Teilnehmer, dass das Hochschulforum in Zukunft regelmäßig stattfinden soll. (SB)
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