Summer School Green Genetics verzeichnet hohes Interesse

Hochschulen nutzen die vorlesungsfreie Zeit gerne zur Veranstaltung von Summer Schools. Die niederländische Universität Wageningen lockt mit Angeboten zur Grünen Gentechnik.

Die niederländische Universität Wageningen verzeichnet bei ihrer Schule zu den „Green Genetics" eine wachsende Akzeptanz. Die zum vierten Mal angebotene Summer School war so schnell ausgebucht, dass für die Tournee durch Methoden in der Pflanzenzucht kurzerhand die Zahl der Plätze aufgestockt wurde.

Eine Woche lang standen Ende August in der Universität Wageningen, die mit rund 7.500 Immatrikulierten zu den kleinsten Hochschulen der Niederlande zählt, Reproduktion und Präzisionszucht ebenso auf dem Lehrplan wie die Aspekte Geistiges Eigentum und Gentechnikgesetze. Exkursionen in die Labore und Gewächshäuser niederländischer und internationaler Unternehmen wie Nunhems oder Barenbrug machten die Theorie begreifbar.

„Appetithäppchen" nennt Prof. Richard Visser, Leiter des Lehrstuhls für Pflanzenzucht der Universität Wageningen und Organisator der Summer School die Veranstaltung. Es gehe weniger um die Vertiefung wissenschaftlicher Methoden als darum, den akademischen Nachwuchs mit den Möglichkeiten der Grünen Gentechnik vertraut zu machen.

Dass dieses Angebot trotz der in Deutschland und den Niederlanden nahezu unbedeutenden Nutzung von gentechnisch veränderten Pflanzen rege angenommen wird, verwundert den Wissenschaftler nicht. Seiner Meinung nach steigt die Akzeptanz für diese Technologie. Vor allem die Forschung und Entwicklungen, die dazu beitragen, globale Probleme zu lösen - wie beispielsweise der Ausbau der Trockenresistenz bei Nutzpflanzen -, überzeugen zunehmend auch Skeptiker, ist sich der Pflanzenzüchter sicher. (kbo)
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