Öffentlichkeitsarbeit

Talkshow den PR-Profis überlassen

Die 25-jährige Kuiter empfiehlt der Landwirtschaft Themen - auch heikle - selbst zu besetzen, bevor Medien und NGOs sie in ihrem Sinne skandalisieren können. Sie könne allerdings verstehen, dass sich viele Landwirte nicht oder nicht mehr der öffentlichen Debatte stellen wollen, weil sie schlechte Erfahrungen gemacht haben.

Im Spannungsfeld zwischen Landwirtschaft und NGO werde oft an sehr verhärteten Fronten gekämpft, sagt sie im aktuellen az-Interview. "Es gibt jedoch viele Gelegenheiten, sich zu zeigen. Der Tag der offenen Hoftür ist zum Beispiel ein sehr gutes Instrument. "Direkt vor Ort ist der Landwirt greifbar und authentisch und hat die Chance, sich zu erklären", so Kuiter.

Den Wind aus den Segel zu nehmen, indem man sich der öffentlichen Debatte in einer Talkshow stelle, sei dagegen sicherlich der falsche Weg. Klassisch nehme dort der Landwirt die Täter-Rolle ein. Das den Medien zum Vorwurf zu machen, sei aber auch nicht richtig. "Wichtig ist, sich dieser Dinge bewusst zu sein, um seine Kommunikationsstrategie anzupassen. Hier sind PR-Profis gefragt", meint sie.  (kbo)
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