Die Jungeberzucht ist eine Alternative zur Ferkelkastration, die ab 2019 verboten sein wird. Bei manchen Tieren reichern sich allerdings Geruchsstoffe im Fettgewebe an: Es entsteht der typische "Ebergeruch", der von vielen Verbrauchern als unangenehm empfunden wird und die Vermarktung des Fleisches erschwert. WissenschaftlerInnen an den Universitäten Bonn und Göttingen haben nun erarbeitet, wie sich die Qualität des Fleisches sensorisch untersuchen ließe.

Die Forscher untersuchten, inwiefern chemische und menschliche Geruchsbewertungen übereinstimmen. Dafür wurden 1.000 Eberfleischproben zuerst im Labor analysiert und dann von trainierten Prüfungspersonen bewertet. Die daraus  entwickelten Riechtests, mit denen Prüfer ausgewählt und trainiert werden sollen, sind bereits im Handel erhältlich.

Die Studie ist in der Fachzeitschrift "Journal of Agriculture and Food Chemistry" erschienen. (lm)
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