Thüringen plant erneut Agrarstudium

Bauernverband und Agrarministerium in Thüringen beleben die Idee eines landwirtschaftlichen Hochschulstudiums. Die Finanzierung ist ungeklärt. Das Landwirtschaftsministerium in Erfurt hält die Einrichtung eines Hochschulstudienganges im eigenen Land für notwendig. „Die Thüringer Landwirtschaft braucht qualifizierte Fachleute,“ sagte Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) nach einem Treffen mit dem Präsidenten des Thüringer Bauernverbandes, Helmut Gumpert. Gemeinsam machen sich nun beide für eine baldige Einrichtung stark. 

Ein Starttermin ist schon gefunden. Spätestens zum Herbstsemester 2013 soll der Studiengang stehen. Er soll von einer Fachhochschule angeboten werden. Im Gespräch sind die Fachhochschulen Erfurt oder Jena. Der Landesbauernverband wirbt bei Unternehmen, Banken und Verbänden für die Finanzierung einer Stiftungsprofessur. Die weitere Finanzierung ist allerdings noch ungeklärt. Das Bildungsministerium halte sich noch zurück, es gebe noch keinen Termin, an dem eine entgültige Entscheidung fallen könne, so eine Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums.
 
In der Vergangenheit gab es schon mehrfach Ansätze, in Thüringen ein landwirtschaftliches Studium zu etablieren. Auch Konzepte wurden von Hochschulseite bereits entwickelt. Bisher scheiterten die Vorhaben an der Finanzierung. Thüringen zählt zusammen mit dem Saarland, Hamburg und Bremen zu den Bundesländern ohne eigenes Agrarstudium. (kbo)
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