Frauen haben erfolgreich die Forschung erobert – nicht aber deren Führungspositionen. Zu diesem Ergebnis kommt ein vom Bundesbildungsministerium gefördertes Projekt der Universität Potsdam. So lag die Zahl der Institutsleiterinnen in außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Jahr 2009 bei sieben Prozent. Der Studie „Frauen und ihre Karriereentwicklung in naturwissenschaftlichen Forschungsteams“ zufolge werden männliche Forscher unter anderem als fachlich und methodisch kompetenter angesehen. In den Befragungen von 700 Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen stellte sich allerdings heraus, dass viel mehr Ähnlichkeiten als tatsächliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern vorhanden sind. So schätzen sich Frauen vergleichbar leistungsstark ein. Benachteiligungen von weiblichen Wissenschaftlerinnen entstehen unter anderem dadurch, dass sie seltener als Co-Autorinnen genannt und weniger in das Schreiben von Drittmittelanträgen einbezogen werden. Um Abhilfe zu schaffen bietet die Universität Potsdam Teamentwicklungstrainings an. Damit sollen Forschungsgruppen lernen reflektierter, karriereorientierter und chancengerechter zusammenzuarbeiten. (az)
 
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