Absolventen legen bei ihrer Berufswahl immer mehr Wert auf die Unternehmenskultur. Sie interessierten sich dafür, wie ein Unternehmen ticke – und wollten sich bewusst für einen Arbeitgeber und seine Kultur entscheiden, so beschreibt es das Team hinter der Studie ‚Staufenbiel JobTrends Deutschland‘.

Dem ‚Nachwuchs‘ ginge es dabei um den Kollegenzusammenhalt und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Als Reaktion darauf bauen Unternehmen ihr ‚Employer Branding‘ aus, die Markenbildung ihres Unternehmens, um nach außen attraktiv zu wirken.

Die Studie bietet auch einen Leitfaden bei der Auswahl eines Trainee-Programms: Arbeitsmarktexperten raten, bei einer Programm-Dauer von unter zwölf Monaten, das Angebot sehr genau zu prüfen. Im Durchschnitt dauere ein Trainee-Programm 17 Monate. Dabei lernten die Trainees im Schnitt vier Stationen im Unternehmen kennen. Einen Auslandsaufenthalt integriere mehr als die Hälfte der Arbeitgeber in ihr Trainee-Programm. Das sei deutlich mehr als im vergangenen Jahr: 2014 gaben nur 38 Prozent der Firmen an, einen Auslandsaufenthalt für ihre Trainees anzubieten.

Die Studie ermittelte außerdem, dass jedes dritte Unternehmen den Absolventen ein Einstiegsgehalt zwischen 40.000 und 45.000 € zahle. Einzige Ausreißer nach oben seien nach wie vor Anwälte und Unternehmensjuristen.

Die am stärksten nachgefragte Absolventengruppe seien Wirtschaftswissenschaftler. Informatiker hätten Ingenieure wieder überholt und landeten dieses Jahr auf Platz zwei.

Die Studie ‚Staufenbiel JobTrends Deutschland‘ analysiert jedes Jahr die Qualifikationsanforderungen von Unternehmen an Hochschulabsolventen. Für die aktuelle Studie wurden 197 Unternehmen mit zusammen mehr als 3,5 Millionen Mitarbeitern befragt. (has)
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