In Entwicklungsländern leiden 165 Millionen Kinder an den Folgen von Unterernährung. Sie beeinträchtigt ihr Wachstum und ihre geistige Entwicklung. Um Ernährungsdefizite und Unterernährung auf breiter Front erfolgreich zu bekämpfen, müssen die Agrarforschung, Ernährungswissenschaften sowie der Gesundheitsbereich enger zusammenarbeiten.

Dies forderte Lindsay Allen vom United States Department of Agriculture (USDA) auf der internationalen Konferenz Science Forum 2013 in Bonn. Die Anreicherung von Nahrungsmitteln mit Vitaminen und Mikronährstoffen ist nur als zusätzliche Maßnahme sinnvoll, so Allen.

Für die Agrarwissenschaften bedeutet diese neue Ausrichtung ein Umdenken, daran ließen die Fachleute keinen Zweifel. Es geht nicht mehr nur um Produktivität und höhere Einkommen der Bauern, sondern vor allem auch um die Gesundheit von Milliarden von Menschen. Diese müsse zukünftig deutlich stärker in den Fokus der Agrarforschung rücken, forderten die anwesenden Wissenschaftler.

Veranstalter der Konferenz ist der Independent Science and Partnership Council der CGIAR, eine weltweite Partnerschaft von Organisationen, die sich für eine Sicherung der Welternährung einsetzen. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit unterstützt diese Organisationen jährlich mit 20 Mio. € und ist Gastgeber in diesem Jahr. (hed)
stats