Nachwuchsförderung

Umweltfragen und ihre kulturelle Dimension

Das Rachel Carson Center für Umwelt und Gesellschaft (RCC) der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) beleuchtet das Verhältnis von Mensch und Natur und seine gesellschaftlichen Folgen aus geisteswissenschaftlicher Perspektive. Mit dem neuen Programm für Doktorandinnen und Doktoranden erweitert das RCC aktuelle Umweltfragen um die geschichtliche und kulturelle Dimension. Das Projekt ‚Environmental Humanities for a Concerned Europe’ (Enhance) - zu Deutsch etwa 'Geisteswissenschaftliche Umweltforschung für ein engagiertes Europa' - ist laut Christof Mauch, LMU-Professor und Direktor des RCC, „das erste konsequent transnationale und multidisziplinäre Ausbildungs- und Forschungsprojekt seiner Art“.

Gemeinsam mit der University of Leeds in Großbritannien und dem Environmental Humanities Lab am Königlichen Institut für Technologie in Stockholm, Schweden, sollen zwölf Nachwuchswissenschaftler in dem Ausbildungsnetzwerk die Möglichkeit haben, alle Facetten der geisteswissenschaftlichen Umweltforschung kennenzulernen. Die Forschung und Ausbildung wird sich unter anderem auf Themen wie Naturkatastrophen und den Umgang mit Risiken, die gesellschaftliche Rolle von Wissenschaft und Technik sowie Umweltethik konzentrieren. Die EU finanziert die Stellen der Doktoranden und unterstützt das neue Netzwerk in den kommenden vier Jahren mit insgesamt drei Millionen Euro.

„Die Doktorandinnen und Doktoranden werden nicht nur in Theorie und Forschung ausgebildet, sondern lernen ausgewählte Praxisfelder in drei verschiedenen Ländern kennen, was sie für verantwortungsvolle Positionen im Umweltbereich prädestiniert“, fasst Christof Mauch das Projekt in einer Pressemitteilung der LMU zusammen. (az)
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