Soja-Ersatz

Uni Göttingen befragt Landwirte


Inwieweit Tierhalter Insekten und Algen im Futtermittel akzeptieren, wollen Agrarökonomen aus Göttingen ermitteln. "Der Einsatz dieser alternativen Eiweißlieferanten könnte dazu beitragen, die Futtermittelimporte aus Übersee in der Nutztierproduktion zu reduzieren“, erläutert Prof. Dr. Ludwig Theuvsen vom Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung, der das Forschungsprojekt leitet.


Schweine und Geflügel könnten anstelle von Soja Futter auf Algen- oder Insektenbasis erhalten. Eine rund 20 Minuten in Anspruch nehmende  Online-Umfrage unter Landwirten soll herausfinden, welche Faktoren die Akzeptanz beeinflussen und wie Betriebe generell mit neuem Wissen und neuen Produkten umgehen. Die Teilnahme ist noch bis zum 15. Januar 2017 möglich.

Im weiteren Verlauf werden Futtermittelhersteller, die Schlacht- und Verarbeitungsindustrie und der Lebensmitteleinzelhandel befragt. Neben der deutschen Wertschöpfungskette von Schwein und Geflügel werden auch die Märkte in Frankreich und den Niederlanden einbezogen. Erste Ergebnisse soll es im Frühjahr 2017 geben. Die Befragung ist Teil des Forschungsprojekts „Sustainability Transitions in der Lebensmittelproduktion: Alternative Proteinquellen in soziotechnischer Perspektive“. Neben Akzeptanzuntersuchungen werden auch Fütterungsversuche durchgeführt. (kbo)
stats