Uni Halle baut Agrarwissenschaften wieder auf

Drei neue Professuren, ein Umzug und die Präsenz im Fakultätsnamen verleihen den Agrarwissenschaften am Standort Halle wieder mehr Gewicht. Mit Beginn des Wintersemesters trägt die ehemalige Naturwissenschaftliche Fakultät III die Begriffe Agrar- und Ernährungswissenschaften im Titel. Diese Umbenennung sowie die Zusage des Landes Sachsen-Anhalt drei neue agrarwissenschaftliche Professuren zu finanzieren, stoppt den vor einigen Jahren begonnenen Rückbau der Agrarwissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. 

Seit dem Jahr 2000 hatte sich die älteste deutsche Agrarfakultät fortlaufend verkleinert und schließlich ihren Fakultätsstatus ganz verloren. Nun geht die Marschrichtung wieder komplett in die andere Richtung. „Als traditionell agrarisch geprägtes Land mit einer umsatzstarken Ernährungsbranche und als Land der erneuerbaren Energien braucht Sachsen-Anhalt eine leistungsfähige Agrarforschung und -ausbildung“, erklärt Landwirtschaftminister Hermann Onko Aeikens die Kehrtwende. Ein wichtiges Ziel ist, die Kooperationen mit benachbarten Forschungseinrichtungen, wie beispielsweise den Leibniz-Instituten, auszuweiten. 

Im Juli bereits hatte das damalige Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften ihren neuen Standort Heide-Süd eingeweiht. Für rund 70 Mio. € wurde die ehemalige Kaserne der Sowjetarmee in Hörsäle, Labore und Büros umgebaut. (kbo)
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