Globale Ernährungssicherung

Uni Hohenheim unterstützt neuen Agrar-Master

Zehn Jahre Bürgerkrieg und eine verheerende Ebola-Epidemie haben im westafrikanischen Sierra Leone die Arbeit an Universitäten wie der landwirtschaftlich geprägten Njala University zum Erliegen gebracht. Nach der Wiedereröffnung der Schulen und Universitäten in dem Entwicklungsland gilt es nun, das dortige Hochschulsystem wieder auf- und weiter auszubauen.

Die Universität Hohenheim in Stuttgart trägt dazu mit der Entwicklung eines Moduls für einen Masterstudiengang „Internationale Ernährungssicherung und Recht auf Nahrung" bei. Sie bringt bei dem Projekt ihre langjährige Expertise im Sektor Landwirtschaft und Ernährungssicherung ein. Mit dem Hans-Ruthenberg-Zentrum für Tropische Agrarwissenschaften bündelt die Uni Hohenheim außerdem das größte Zentrum dieser Art in Deutschland. Zehn Professoren und mehr als 100 Wissenschaftler forschen und lehren mit Tropenbezug in den Bereichen Agrarökologie, Nutzpflanzen- und Nutztierwissenschaften, Agrartechnik sowie Agrarökonomie und Sozialwissenschaften.

Das Projekt in Sierra Leone wird nach Angaben der Uni Hohenheim neben lokalen Behörden unter anderem auch vor Ort unterstützt von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO). Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) steuert knapp 220.000 € bei. (Sz)
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