Uni Weihenstephan soll attraktiver werden

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Der Streit zwischen der Technischen Universität München und dem Bayerischen Bauernverband über das Agrarstudium ist beendet. Am Dienstag dieser Woche hat das bayerische Kabinett über die Zukunft des Agrarstudiums im Freistaat entschieden. Die Technische Universität München (TUM) wird ein Zentralinstitut für Agrarwissenschaften einrichten und plant dafür einen Neubau. Zusätzlich zur Bestandsgarantie für die aktuell 17 agrarwissenschaftlichen Professuren werden noch dieses Jahr drei weitere Professuren und zehn wissenschaftliche Planstellen geschaffen. Die Schwerpunkte des Ausbaus liegen in den Bereichen Gartenbau und Agrarökonomie. Falls sich die Studentenzahlen positiv entwickeln und fachlicher Bedarf besteht, sagte Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel bis 2010 zwei weitere Professuren zu. Bereits zum Wintersemester 2008/09 werden neue Bachelor- und Masterstudiengänge in den Agrarwissenschaften zum Teil gemeinsam mit der Fachhochschule (FH) Weihenstephan angeboten. Die enge Verzahnung von Praxis und Lehre soll ein noch abzuschließender Kooperationsvertrag zwischen der TUM, der FH und der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft sicherstellen. Dem Kompromiss ist eine monatelange Auseinandersetzung zwischen den Bauernfunktionären und der Hochschulleitung der TUM vorangegangen. Mehr dazu ist in der heutigen Ausgabe der Agrarzeitung Ernährungsdienst (ED) zu lesen. (HH)
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