Klartext-Botschafter sollen die „Uni-Sprache“ verbessern. Studenten haben einen Anspruch auf Verständlichkeit. „Es kann nur derjenige überzeugen, der auch verständlich formuliert“, erklärt der projektverantwortliche Kommunikationswissenschaftler Professor Frank Brettschneider. Fachchinesisch, Bürokratendeutsch, Lehnwörter aus dem Englischen und Schachtelsätze sollen mit der jetzt gestarteten „Klartext-Initiative“, der Universität Hohenheim bald der Vergangenheit angehören. Ein spezielles Programm analysiert die Kommunikation und weist auf Hürden hin. Am Ende sollen Texte entstehen, die einfacher formuliert und trotzdem sachlich richtig sind.

„Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel Potenzial Unternehmen und Parteien verschenken, indem sie unverständlich formulieren“, sagt Brettschneider, der die Sprache von Politikern, Parteien, Gewerkschaften, Banken und Unternehmen untersucht. Nun knöpft er sich die eigene Universität vor. Studenten hätten ebenso einen Anspruch auf verständliche Schreiben wie die allgemeine Öffentlichkeit. Die Initiative ist Bestandteil des Themenjahres "Stark durch Kommunikation" der Universität Hohenheim. (az)
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