Viele Pflanzenschutzmittel sind wirkungslos, weil immer mehr Unkräuter wie das Acker-Fuchsschwanzgras resistent dagegen werden. Landwirten drohen unnötige Kosten für Herbizide und Ernteverluste. Zudem belasten die Chemikalien Boden und Grundwasser. Dies bemängelt Prof. Dr. Gerhards, Unkrautforscher in Hohenheim.

Um herauszufinden, welche Herbizide auf ihrem Feld noch helfen, müssen Landwirte bislang Unkrautproben an Firmen und Forschungsinstitute schicken. Diese untersuchen sie mit dem Chlorophyll-Fluoreszenz-Verfahren.

Der Nachteil dabei ist, dass viel Zeit verloren gehe und Unkrautproben oft schon verwelkt und unbrauchbar seien, wenn sie bei dem Forschungsinstitut eingehen, berichtet Gerhards.

Gehe es nach ihm, soll es in Zukunft schneller und einfacher gehen. Gebhards will das Verfahren zu einem mobilen Schnelltest weiterentwickeln. Dabei soll ein Berater die Landwirte besuchen und das Fluoreszenz-Gerät im Auto dabei haben. Der Berater nimmt dann selbst Unkrautproben und könnte dem Landwirt bereits nach 24 Stunden ein wirksames Pflanzenschutzmittel empfehlen. 

Das Forschungsprojekt ist am 1. März angelaufen und dauert drei Jahre. Projektpartner sind die Firmen Identxx GmbH in Stuttgart, Heinz Walz GmbH in Effeltrich und Du Pont de Nemours Deutschland GmbH in Neu Isenburg sowie die Arbeitsgruppe Hohenheimer Gemeinschaftsversuche. Das Bundeslandwirtschaftsministerium fördert das Vorhaben mit knapp 300.000 €. (az) 
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