Eine Studie der Berufundfamilie gGmbH, die im Auftrag der Hertie-Stiftung untersucht, wie familienfreundlich deutsche Unternehmen sind, kommt zu dem Schluss, dass sich das Familienbewußtsein verbessert habe, und zwar um 6,9 Prozent auf 67 Indexpunkte. 2007 war die Umfrage zum ersten Mal durchgeführt worden. Damals erhielten deutsche Arbeitgeber durchschnittlich 63 Indexpunkte.

Die Unternehmen haben erkannt, so die Wissenschaftler, dass eine stärkere Auseinandersetzung mit dem Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie notwendig sei. Und das Thema werde weiter an Bedeutung gewinnen, denn die Familienfreundlichkeit habe auch positive Effekte auf die betriebswirtschaftlichen Kennziffern.

Ein hohes betriebliches Familienbewusstsein gehe einher mit einer geringeren Fehlzeiten- und Krankheitsquote, selteneren Eigenkündigungen und einer höheren Qualität der Bewerber. Die Motivation der Mitarbeiter sei im Vergleich zum Durchschnitt aller Unternehmen um 14 Prozent höher, die Produktivität um 13 Prozent.

Stefan Becker, Geschäftsführer der Berufundfamilie gGmbH, stellt fest: 'In deutschen Unternehmen werden zunehmend im konstruktiven Miteinander Lösungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie gefunden. (hed)
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