Je geringer die Arbeitslosenquote ist und je gerechter die Einkommen verteilt sind, desto höher ist die Zufriedenheit im ländlichen Raum. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der Universität Halle-Wittenberg. Außerdem stellten sie einen Zusammenhang zwischen der Höhe der Wachstumsrate des BIP, der Fertilitätsrate und zunehmender Zufriedenheit auf dem Land fest.

Ein höheres BIP-Niveau dagegen steht nicht automatisch für zufriedenere Menschen, weder im städtischen noch im ländlichen Raum. Die Wissenschaftler untersuchten außerdem, ob es einen Zusammenhang zwischen besserer medizinischer Versorgung und Zufriedenheit gibt - auch hier konnten sie keine positive Korrelation feststellen. Im Rahmen der Studie empfehlen die Forscher, vor dem Festlegen politischer Maßnahmen Informationen über die Lebensqualität einzuholen.

Die Studie "Lebensqualität in Deutschland - Ein Vergleich von ländlichen und städtischen Regionen" wird auf der 56. Jahrestagung der Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus (GEWISOLA) in Bonn vorgestellt. Die Tagung beschäftigt sich dieses Jahr mit der regionalen Vernetzung der Agrar- und Ernährungswissenschaft und findet vom 28. bis 30. September statt. (lm)
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