Das Verfahren des Konservierenden Ackerbaus erforschen die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU), das Institut für Angewandte Agrarforschung (IAAF) und das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg (LTZ) in dem auf drei Jahre angelegten Projekt. Geprüft wird das Verfahren, das seinen Ursprung in Lateinamerika hat, an verschiedenen Standorten in Süd- und Ostdeutschland in Praxisversuchen, teilt die HfWU mit.

Das Verfahren kombiniert minimale Bodenbearbeitung mit maximaler Durchwurzelung. Statt einer technischen Lockerung des Bodens erfolgt eine Lockerung durch Pflanzen und eine erhöhte biologische Aktivität. Beispiele aus Anbauverhältnissen in Deutschland fehlen nach Angaben der HfWU fast vollständig.

Das Projekt ist den teilnehmenden Institutionen zufolge „richtungsweisend für die Umsetzung einer nachhaltigen Landwirtschaft in die Praxis“. In dem System, welches Bodenruhe und Biodiversität verbinde, werde durch größtmögliche Annäherung an natürliche Verhältnisse Erosion vermieden und die Stabilität des Agrarökosystems erhöht. Zudem sei das Verfahren des Konservierenden Ackerbaus geeignet, den Herausforderungen des Klimawandels mit einerseits langen Trockenphasen und andererseits starken Niederschlägen zu begegnen. (az)
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