Insgesamt sei die Zahl der Auszubildenden in der Land- und Forstwirtschaft im Vergleich zum Vorjahr um rund fünf Prozent von 1379 auf 1451 angestiegen, teilte die rheinland-pfälzische Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken im Rahmen der Tagung „Tage der Ausbildung in den Grünen Berufen“ auf der Landesgartenschau in Landau mit. „Um diesen Trend in den kommenden Jahren fortzusetzen, werden wir die Unterrichtsversorgung an der Berufsschule weiter verbessern und zusammen mit dem Berufsstand weiterentwickeln“, erklärte die Ministerin. Fachkräftesicherung sei ein wichtiges Ziel der Landesregierung. Deshalb werde das Landwirtschaftsministerium auch auf der Grünen Woche Rheinland-Pfalz im Oktober für die Grünen Berufe werben.

Landwirtschaftsministerin Höfken begrüßte den vom Kabinett beschlossenen verpflichtenden Tag der Berufs- und Studienorientierung für alle weiterführenden Schulen. „Gerade für Schülerinnen und Schüler aus Ballungszentren ist dies eine große Chance, zum Beispiel auch die Grünen Berufe kennenzulernen“, so Höfken.

FÖJ als Orientierungshilfe

Eine Alternative zur Orientierung stellt auch ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) dar. Für viele junge Abiturienten ist es ein großer Wunsch, sich nach der Schule eine Auszeit zu nehmen und dabei noch etwas Sinnvolles zu machen, berichtet das Portal Eco World. Bei einem FÖJ können sich die jungen Leute beispielsweise mit erneuerbaren Energien wie Solaranlagen beschäftigen. Nach solch einem Jahr wäre ein Studium im Wirtschaftsingenieurwesen für Umwelt und Nachhaltigkeit geeignet, um das künftige Berufsleben voll und ganz auf das Thema Umwelt auszurichten. Laut Umweltbundesamt sind aktuell rund fünf Prozent aller Beschäftigten im Umweltschutz tätig - also gezielte Tätigkeiten und die Entwicklung von Technologien, die die Umweltbelastung maßgeblich reduzieren. Auch die deutschen Universitäten bieten immer mehr neue Studiengänge an, wie beispielsweise Umwelt- und Klimaschutz oder auch Studiengänge, die die Energiewende betreffen.

Die „Tage der Ausbildung in den Grünen Berufen“ finden vom 20. bis zum 22. Juli auf der Landesgartenschau statt. Schüler sowie Eltern können die wichtigsten Grünen Berufe aus Gartenbau, Weinbau, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, und Hauswirtschaft kennenlernen und sich über Ausbildungsinhalte, -stellen und Berufsaussichten informieren. Die Berufsverbände Gartenbau und GaLaBau, Landesforsten, die Landwirtschaftskammer und die Vertreter der Landesstrategie zur Fachkräftesicherung stellen sich den zum Mitmachen aufgerufenen Schulklassen.

Zum Berufsfeld der Grünen Berufe gehören insgesamt 14 duale Ausbildungsberufe. Den zahlenmäßig größten Anteil an Auszubildenden stellt in Rheinland-Pfalz der Gartenbau, gefolgt vom Weinbau und der Landwirtschaft. Die dreijährige Ausbildung erfolgt überwiegend in den landwirtschaftlichen Familienbetrieben sowie an den Dienstleistungszentren ländlicher Raum in Bad Kreuznach, Oppenheim, Neustadt und Bitburg. (az)
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