Baden-Württemberg finanziert gemeinsam mit Rheinland-Pfalz, Frankreich und der Schweiz das EU-geförderte Projekt Certi-Bio-Rhin. Es geht um Weiterbildung im Bereich Öko-Landbau. „Wir wollen Landwirte, die die Marktchance im Biobereich ergreifen möchten, unterstützen“, sagt Landwirtschaftsminister Alexander Bonde (Die Grünen) und berichtet von einem Budget von 164.000 € in den Jahren 2013 bis 2015 für das Projekt.

Aktuell übertreffe die Nachfrage an Produkten aus ökologischem Anbau die Produktion. Um die Vermarktung hierzulande zu unterstützen, lege das Land einen wesentlichen Schwerpunkt im Bereich der Bildung rund um den ökologischen Landbau.

Bildungsprogramme fördern

Bonde: „Wir brauchen gut ausgebildete, flexible und engagierte Fachkräfte, die den ökologischen Landbau in Baden-Württemberg weiter voranbringen.“ Das Projekt hat einen Gesamtumfang von 800.000 € und wird unterstützt von Rheinland-Pfalz (106.000 €) und Frankreich (130.000 €). Zudem beteiligen sich zahlreiche Institutionen aus der Schweiz.

Neben Aus-, Fort- und Weiterbildung im ökologischen Landbau in der Region Oberrhein soll die grenzüberschreitende Mobilität der Fachkräfte gefördert werden. Dabei sollen auch zweisprachige Bildungsprogramme entwickelt sowie gemeinsame Weiterbildungsmöglichkeiten für Ausbilder, Lehrer oder Schüler der jeweiligen Nachbarländer in grenzüberschreitenden Lehrgängen angeboten werden.

Brunner startet Öko-Betriebsnetz

Der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner will Landwirte, die auf Öko umstellen wollen, in einem Betriebsnetz mit Berufskollegen verbinden. 82 Öko-Vorzeigebetriebe stehen ab sofort für Besichtigungen zur Verfügung und sollen interessierten Landwirten wertvolle Einblicke in die Arbeitsabläufe und Anforderungen auf einem Ökobetrieb ermöglichen. „Niemand kann Chancen und Risiken einer Umstellung so anschaulich erläutern wie Betriebsleiter mit langjährigen eigenen Erfahrungen“, sagte der Minister in München.

Ein solcher fachlicher Austausch sei deshalb eine wertvolle Hilfestellung für umstellungswillige Landwirte. Detailinformationen dazu gibt es im Internet unter www.lfl.bayern.de (Agrarökologie, Ökologischer Landbau). (hed)
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