Eine vom Arbeitgeber finanzierte Fortbildung hat den größten positiven Einfluss auf das Einkommen. Männer profitieren stärker von ihrer Weiterbildung als Frauen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine vom Bayerischen Staatsinstitut für Hochschulforschung veröffentliche Studie, die Einkommenseffekte von Weiterbildungen bei Hochschulabsolventen untersucht hat.
Die Teilnahme an beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen kann das Einkommen positiv beeinflussen. Im Durchschnitt haben die Autoren einen Einkommenszuwachs von einem Prozent pro besuchtem Fachvortrag, Fortbildungskurs oder pro Teilnahme an Fachmessen, Workshops oder Kongressen ermittelt. Dieser Einkommenseffekt zeigt sich allerdings überwiegend auf den Gehaltszetteln der männlichen Arbeitnehmer.
 
Ein höheres Einkommen versprechen vor allem Maßnahmen, die  Hochschulabsolventen mit allgemeinem anstatt mit spezifischem Wissen ausstatten. Dabei handelt es sich überwiegend um Fortbildungen, die auf Führungspositionen vorbereiten, wie die Vermittlung von Kenntnissen zu Personalmanagement oder Teambuilding. Ungewöhnlich ist die Erkenntnis, dass die Einkommenssteigerung besonders hoch ist, wenn der Arbeitgeber die Fortbildungskosten übernimmt. Nicht ausschließen können die Autoren die Vermutung, dass die Fortbildung in diesem Falle nicht die Ursache einer Einkommenssteigerung ist, sondern eine Art „Bonus“, für diejenigen darstellt, die innerhalb des Betriebs erfolgreich aufgestiegen sind. (az)
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