Die Erdoberfläche vom Weltraum aus betrachtet, zeigt dass selbst kleinste Verschiebungen eine große Gefahr bedeuten können: etwa, wenn dadurch Erdbeben entstehen. Deswegen hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt zusammen mit der TU München und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) eine digitale Karte entwickelt, die Bodenbewegungen in ganz Deutschland zeigt. Für dieses Projekt „Satellitengestützte Bodenbewegungskarte für Deutschland“ sind die Verbundpartner nun im bundesweiten Innovationswettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ ausgezeichnet worden. Die Jury urteilte, dass das Projekt ein Vorbild für den Mehrwert gemeinschaftlichen Handelns sei. So werde verhindert, dass Gebäude auf unsicherem Grund gebaut werden. Die Satellitentechnik misst dafür millimetergenau, wo sich die Erdoberfläche hebt, senkt oder verschiebt, teilt die BGR mit.

Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank zeichnen im Rahmen des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2016 Ideen und Projekte aus, die die Potenziale von Gemeinschaft, Kooperation und Vernetzung nutzen und dadurch zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen. Eine Expertenjury aus Wissenschaftlern, Wirtschaftsmanagern, Journalisten und Politikern wählte das Projekt gemeinsam mit einem fünfköpfigen Fachbeirat aus über 1.000 Bewerbungen aus. (az)
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