Wie aus dem gestern vom Bundesbildungsministerium veröffentlichten Berufsbildungsbericht hervorgeht, wurden 2012 in Deutschland insgesamt rund 551.000 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen. Das sind 18.000 oder 3,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Dies ist der  niedrigste Wert seit 2005. Als Ursache nennt das Ministerium die demografische Entwicklung und ein geringeres Angebot betrieblicher Ausbildungsplätze aufgrund der schwächeren Konjunktur im zweiten Halbjahr 2012.

Auch in der Landwirtschaft spiegelt sich diese Entwicklung wider. Nach Angaben des Ministeriums wurden im vergangen Jahr rund 13.000 neue Ausbildungsverträge geschlossen. Das sind 223 beziehungsweise 1,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Rückgang fällt damit weniger stark aus, als am gesamten Ausbildungsmarkt. In den alten Ländern wurden rund 10.600 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen. Das ist ein Minus 1,5 Prozent. In den neuen Ländern war ein Rückgang um 2,5 Prozent auf rund 2.600 Verträge zu verzeichnen. Wie aus dem Bericht weiter hervorgeht, ist der Frauenanteil in landwirtschaftlichen Ausbildungsberufen mit 23 Prozent weiterhin relativ niedrig. (sch)
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