Schleswig-Holstein will weniger Geld in das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖS) stecken. Der dortige Umweltstaatsekretär Ernst-Wilhelm Rabius erklärt, dass die freiwilligen Leistungen, die das Bundesland finanziere, nicht höher sein dürften als die in den Geberländern. Über den Länderfinanzausgleich bekommt Schleswig-Holstein jährlich Transferleistungen, die 2009 bei 146 Mio. € lagen.

Von derzeit 1,24 Mio. € soll die Landesförderung in zwei Schritten auf 800.000 € reduziert werden. Je FÖJ-Platz gebe es dann statt 690 € pro Monat nur noch 444 €. Die Anzahl der FÖJ-Plätze solle aber nicht verringert werden und bei 150 bleiben. Unternehmen und öffentliche Einrichtungen sollen deshalb für ein Sponsoring des FÖJ gefunden werden. Ein weiterer Vorschlag des Umweltministeriums ist eine Kürzung von Taschengeld und Geld für Unterkunft sowie Verpflegung. Außerdem sollen Gespräche mit dem Bund geführt werden, um mehr Zivildienstleistende für ein FÖJ einzusetzen. (az)
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