Kurzfilm

Wie Agrarforscher gegen Hunger kämpfen

Die Weltbevölkerung wächst, 870 Mio. Menschen sind nicht ausreichend ernährt – und die Agrarforschung kann entscheidend dazu beitragen, dieses Problem einzudämmen. Mit einer Video-Dokumentation „Kompetenz gegen Hunger und Armut“ will die Arbeitsgemeinschaft für Tropische und Subtropische Agrarforschung (ATSAF) über ihre Arbeit informieren und zum Nachdenken anregen.

Forscher aus verschiedenen isziplinen
Die Arbeitsgemeinschaft für Tropische und Subtropische Agrarforschung e.V. (ATSAF) ist eine wissenschaftliche Gesellschaft der international ausgerichteten Agrar- und Ökosystemforschung in Deutschland. Seit 1989 vereinigt sie Wissenschaftler und Entwicklungsexperten aus den Agrarwissenschaften, Ökologie, Veterinärmedizin, Ernährung, Forstwirtschaft und Fischerei, die entwicklungsorientierte Forschung für die Tropen und Subtropen betreiben. Die Geschäftsstelle ist an der Universität Hohenheim angesiedelt.
Um gemeinsam an einem Strang zu ziehen, haben sich Forscher zur Arbeitsgemeinschaft für Tropische und Subtropische Agrarforschung (ATSAF) zusammengetan. Einblicke in die Arbeit der über 300 Mitglieder gibt nun die Dokumentation „Kompetenz gegen Hunger und Armut“. Sie veranschaulich die entwicklungsorientierte Agrarforschung anhand der Kartoffel.

90 Prozent der Kartoffelernte gehen verloren

Die Kartoffel ist in Kenia heute eines der Grundnahrungsmittel. Aber bis zu 90 Prozent der Ernte gehen auf dem Weg in die Haushalte verloren. Die Gründe sind vielfältig, vom Mangel an Wissen und Technologie beim Anbau über verunreinigtes Saatgut und Krankheitsbefall bis hin zu fehlenden Lagermöglichkeiten. Da setzt die entwicklungsorientierte Agrarforschung an. „Bei der Nahrungsmittelerzeugung gibt es im gesamten System viele Verlustpfade, die wir nicht im Griff haben“, erklärt Prof. Dr. Asch von der Universität Hohenheim. Die ATSAF-Wissenschaftler wollen das ändern. Wichtig ist dabei die Einbindung der Praxis. Die Forscher arbeiten eng mit Bauern zusammen. (SB)
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