DFG-Förderung

Wie Pflanzen der Dürre trotzen

Anfang September startet an der Universität Bonn ein neues Graduiertenkolleg. Es beschäftigt sich mit der Frage wie Pflanzen es schaffen, mit extremer Trockenheit zurechtzukommen. Neben Biologen und Agrarwissenschaftler der Universität Bonn ist auch das Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung in Köln beteiligt ist. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Kolleg, mit dem insbesondere junge Forscher für eine wissenschaftliche Karriere qualifiziert werden sollen.


„Manche Arten kommen sehr viel besser mit Wassermangel zurecht als andere, weil sie sich daran angepasst haben“, sagt Prof. Dorothea Bartels vom Institut für Molekulare Physiologie und Biotechnologie der Pflanzen (IMBIO) und Sprecherin des Kollegs. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Graduiertenkolleg „Wassernutzungseffizienz und Trockenstressreaktionen: Von Arabidopsis zu Gerste“ in den nächsten viereinhalb Jahren mit rund 2,9 Mio. €. Anhand von der Modellpflanze Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana) und Gerste soll untersucht werden, wie sich Wassermangel auf den Stoffwechsel von Pflanzen auswirkt und welche genetischen Mechanismen zur Trockenheitstoleranz beitragen. „Das wissenschaftliche Ziel des Graduiertenkollegs ist es, genetische und biochemische Schlüsselfaktoren zu finden, die für die Züchtung trockentoleranter Sorten hilfreich sind“, so Bartels. 


Im Mittelpunkt steht die interdisziplinäre Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Zehn Doktorandenstellen werden direkt von der DFG gefördert. Weitere Doktoranden aus den beteiligten Arbeitsgruppen werden mit dem Kolleg assoziiert. Sie können an ausgewählten Kursen und Seminaren teilnehmen sowie mit den Kollegiaten in Forschungsprojekten kollaborieren. Die Graduiertenschule wird auch ein Gastwissenschaftlerprogramm umfassen. (kbo)
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