Die Universität für Bodenkultur (Boku) Wien fürchtet um die Aufrechterhaltung des Standortes und um ihre Liquidität. Das Wissenschaftsministerium in Österreich hat angekündigt, dass das Budget ab 2013 stagniert, berichtet die Boku. Von 2013 bis 2015 fehlten somit rund 33 Mio. €. Der Rektor Martin Gerzabek erklärte Anfang des Monats, dass die Boku von den Sparplänen besonders getroffen sei, da derzeit ein „historischer Leistungshöchststand“ bestehe. Zwischen 2001 und 2010 ist die Zahl der Studenten von 4.500 auf 9.900 gestiegen. Außerdem hat die Universität mit rund 32 Mio. € Projektmitteln zusätzlich 850 Wissenschaftler finanziert. Die Boku hat darüber hinaus neue Gebäude errichtet und muss Professuren nachbesetzen.

Ein Großteil der Kosten ist laut Gerzabek fix, weshalb er in diesem Zusammenhang eine „sofortige Überschreibung“ aller Boku-Gebäude und Liegenschaften fordert. Diese gehören dem Bund. Der Rektor begründet seine Forderung damit, dass Sicherheiten für eventuelle Kredite erforderlich seien.

Als mögliche Konsequenzen der Einsparung des Ministeriums wäre es möglich, Studien einzustellen und die Forschung einzuschränken. Es bestehe auch die Gefahr, dass junge wissenschafliche Talente abwandern. (ir)
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