Invasive Ambrosia

Wissenschaftler fordern Bekämpfungspflicht

Ambrosia-Pflanze am Straßenrand
-- , Foto: JKI
Ambrosia-Pflanze am Straßenrand

Systematische Maßnahmen gegen die weitere Verschleppung von Ambrosia Artemisiifolia empfehlen Wissenschaftler, die sich am Julius-Kühn-Institut (JKI) zu einer Tagung rund um das invasive Unkraut trafen. Insbesondere bei Erdbewegungen, bei der Starßenunterhaltung und mit Landmaschinen erfolgt demnach die Verschleppung der ausdauernden Samen. So gelingt dem Unkraut, das eine erhebliche Gesundheitsgefahr darstellt, die Ausbreitung mit Untertützung des Menschen.

Studien zeigten aber auch: Die bisherigen, lokal angewendetes Maßnahmen erzielen messbare Erfolge. Diese Maßnahmen seien aber nur dauerhaft wirksam, wenn sie biotopübergreifend erfolgen, also Straßenränder, Brachen, Äcker und Baustellen zugleich erfassen. Die Wissenschaftler, die sich im Rahmen des EU-Projektes "Halt-Ambrosia" trafen, fordern eine Verordnung für eine Melde- und grundsätzliche Bekämpfungspflicht in allen Bundesländern. (brs)
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