Deutschland wird für die Karriereplanung junger Forscher attraktiver. Diese Schlussfolgerung ziehen die Veranstalter der Gain-Tagung für deutsche Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in den USA. Rund 260 Teilnehmer nutzten kürzlich in San Francisco die Chance, sich bei führenden deutschen Hochschul- und Wissenschaftsvertretern über die Rückkehrmöglichkeiten nach Deutschland zu informieren. Damit hatte die Veranstaltung des German Academic International Network (GAIN) deutlich mehr Besucher als in den vergangenen Jahren. Eine Ursache für den gestiegenen Rückkehrwunsch sei die Finanzkrise, unter der die amerikanischen Hochschulen zu leiden hätten. Die Folge sei ein Stellenbesetzungsstopp, der die Karriereperspektiven in den USA verschlechtere.

Auch die sozialen Sicherungssysteme Europas bezüglich Krankenversicherung, Alterssicherung oder Ausbildungskosten für Kinder seien Argumente für eine Rückkehr, so die Veranstalter. Eindruck bei den deutschen Nachwuchsakademikern machte es auch, dass sich deutsche Hochschulen viel mehr als noch vor wenigen Jahren in speziellen Beratungszentren um Doppelkarrieren von Wissenschaftlerpaaren kümmerten. (az)
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