Trotz stetig steigender Nachfrage an Produkten wie Tofu und Soja-Milch wird Soja in Deutschland bislang nur auf rund 5.000 ha angebaut. Dr. Volker Hahn von der Landessaatzuchtanstalt an der Universität Hohenheim will das ändern. Voraussetzung dafür sind spezielle Sorten, die mit dem hiesigen Klima besser zurechtkommen, berichtet die Universität. Bislang setzen der subtropischen Pflanze die kühlen Sommernächte in unseren Breiten besonders zu und sie ist erst im Oktober reif. 

Hahn will die Soja-Pflanze im Rahmen eines Forschungsprojekts an die deutsche Witterung anpassen. Ziel sind Öko-Sojabohnen, die bei gleichem Ertrag schon zwei Wochen früher als heute geerntet werden können und einen hohen Eiweißgehalt erzielen. Dadurch werde die Tofu-Ausbeute erhöht. Zusammen mit Tofu-Produzenten führt der Wissenschaftler zudem Tests durch, um Sojabohnen zu entwickeln, die eine noch bessere Tofu-Qualität haben.

Das Projekt trägt den Titel „Ausweitung des Sojaanbaus durch züchterische Anpassung, sowie pflanzenbauliche und verarbeitungstechnische Optimierung". Es wird gefördert durch das Bundesprogramm Ökologischer Landbau. Die Fördersumme für die Universität Hohenheim beträgt rund 127.000 €. Mehr Informationen über das Forschungsprojekt sind online abrufbar. (az)
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