Im Bewertungsbericht des Wissenschaftsrates der Bundesregierung kommt das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) sehr gut weg. „Mit seiner breit aufgestellten Forschung in nahezu allen Bereichen ist das FLI in Deutschland einzigartig“, so das Ergebnis des Berichts.

Das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit sei eine national und international hoch angesehene Beratungs- und Forschungsinstitution. „Das Beurteilungsergebnis zeigt, dass wir mit den Entwicklungen der letzten Jahre auf dem richtigen Weg und für die Zukunft gut aufgestellt sind.“, kommentierte der Präsident des FLI, Thomas C. Mettenleiter.

Schutz des Menschen im Mittelpunkt der Forschung

Im Bericht heißt es weiter, dass sich das Institut durch hoch motivierte und kompetente Mitarbeiter, sowie eine hervorragende Ausstattung und Infrastruktur auszeichne.

Lediglich in der Besetzung der Führungsposition durch Frauen sieht der Wissenschaftsrat Verbesserungsbedarf. Derzeit sind von elf leitenden Positionen nur eine mit einer Wissenschaftlerin besetzt.

Laut der Empfehlung des Rates soll auch die gemeinsame Arbeit aller Forschungsinstituten verstärkt umgesetzte werden. Wünschenswert wäre die enge Zusammenarbeit aller Institute an größeren Projekten.

Das FLI beschäftigt sich mit der Gesundheit und dem Wohlbefinden landwirtschaftlicher Nutztiere und dem Schutz des Menschen vor Krankheiten, die durch Tiere übertragen werden. Derzeit befassen sich Mitarbeiter beispielsweise mit der Afrikanischen Schweinepest. Hierbei geht es vor allem darum, eine schnelle Methode zu entwickeln, um die Krankheit diagnostizieren zu können. Ebenso stellt das FLI Informationen im Hinblick auf das Erkennen von Symptomen, sowie das Verhindern einer Infektion zur Verfügung.

Auftrag der Regierung

Der Wissenschaftsrat berät die Bundesregierung sowie die Regierungen der Bundesländer bezüglich der inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen, Wissenschaft und Forschung. Träger des Wissenschaftsrates sind die Bundesregierung und die Regierungen der sechzehn Länder. Die Mitglieder des Wissenschaftsrates sind Wissenschaftler unterschiedlichster Fachrichtungen, Repräsentanten des öffentlichen Lebens sowie Vertreter von Bund und Ländern. (bhe)
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