Tag der Forschung

Wissenstransfer ist keine Einbahnstraße

Das Bayerische Landwirtschaftsministerium investiert jedes Jahr Millionenbeträge in die Forschung. Um den Austausch über das breite Forschungsspektrum zu intensivieren, hatte das Staatsministerium am Donnerstag zum „Tag der Forschung“ eingeladen. Dabei haben die verschiedenen Forschungseinrichtungen einen Einblick in ihre aktuelle Arbeit gegeben und künftige Anforderungen diskutiert. „Die gewaltigen Herausforderungen durch Klimawandel, Klimaschutz, Energiewende oder den technischen und gesellschaftlichen Wandel können unsere Landwirte, Gärtner, Winzer, Waldbesitzer und Kommunen im ländlichen Raum nur erfolgreich bewältigen, wenn wir sie aktiv durch eine praxisorientierte Forschung unterstützen“, sagte Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU).

Wassereffizienz und Feldroboter

Aktuell werde an den Forschungseinrichtungen im Bereich seines Ressorts an mehr als 250 Forschungsprojekten gearbeitet. Jährlich stelle der Freistaat dafür rund 30 Mio. € zur Verfügung. Intensiv geforscht werde unter anderem an intelligenten Lösungen für Wasserspeicherung und Bewässerung, an hitze- und trockenheitstoleranten Pflanzen oder auch an einem Agrarroboter. Bereits abgeschlossene Forschungsprojekte liefern Erkenntnisse beispielsweise über innovative Wärmenetze, verbesserte Lösungen im Waldschutz, oder auch Silage-Abdeckungen aus nachwachsenden Rohstoffen.

Rückkopplung aus der Praxis optimieren

Besonders wichtig ist nach den Worten des Ministers der möglichst schnelle Transfer der Erkenntnisse und Innovationen in die berufliche Praxis und die rasche Umsetzung in die Tat. Das bayernweit dichte Netz an Bildungs- und Beratungseinrichtungen seines Ressorts biete ideale Voraussetzungen, die Erkenntnisse als Wissensvorsprung an die Betriebe weiterzugeben. Optimiert werden muss nach Ansicht Brunners allerdings auch die Rückkopplung aus der Praxis. „Der Wissenstransfer darf keine Einbahnstraße sein. Auch der Forscher kann vom Praktiker lernen“, sagte der Minister. In diesem Sinne solle künftig die Zusammenarbeit intensiviert werden. (SB)

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