Die Gesellschaft für Agrargeschichte (GfA) zeichnet ein Projekt über die Zwangsarbeit in der Landwirtschaft mit dem Agrarkulturerbe-Preis 2012 aus.

Die Agrar-Studenten Hannah Fritsch, Jette Haak und Frank Kessel sowie der Historiker Dr. Jochen Ebert von der Universität Kassel erhalten den Preis für ihren Rundgang zur Geschichte der Zwangsarbeit auf der Domäne Frankenhausen.

Mehr als drei Jahre haben die Studierenden vor Ort zur Situation während des Nationalsozialismus recherchiert und die Informationen in einem historischen Rundgang zusammengestellt. Sie wollen zum Erinnern und einer kritischen Auseinandersetzung anregen. Gemeinsam mit dem Architekten Benno Kolbe, der für seine Leistung in der ländlichen Denkmalpflege im Vogtland geehrt wird, erhalten sie den zweiten Preis.

Der erste Preis geht an das Deutsche Landwirtschaftsmuseum Schloss Blankenhain im Landkreis Zwickau und seinen Direktor Jürgen Knauss. Die in diesem Jahr durch die Dr. Bernard Krone-Stiftung geförderten Auszeichnungen werden am 19. Oktober 2012 im Schloss Blankenhain verliehen. (az)
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