Gesunde Ernährung

Workshops für mehr Bio in den Küchen

Die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) sieht Kitas, Tageseltern und Schulen als Multiplikatoren, die die Verantwortung für eine ausgewogene und gesunde Verpflegung des Nachwuchses tragen. Um sie zu schulen, hat das FÖL diese Workshops ins Leben gerufen.

Der nächste Termin findet bereits am 04. November 2016 in der Schöneberger Kiezoase statt und richtet sich an Verantwortliche im Verpflegungsbereich von Kindertagesstätten. Im Fokus: die Grundlagen des Ökolandbaus und wie es gelingt, den Bio-Anteil in der Kita-Verpflegung durch eine durchdachte Kalkulation sowie regionale und saisonale Produkte zu erhöhen.

#Worhshop mit Theorie und Praxis#/ZT#Ein weiterer Schwerpunkt sind bei diesem Termin Getreide und Getreideerzeugnisse sowie die Zusammenhänge mit Allergien und Unverträglichkeiten, berichtet die FÖL. Hierzu holt sich Projektleiter Peter Schmidt die Ernährungsberaterin Susanne Bischoff vom Verein „Essen mit Biss“ mit ins Boot. Wie bei allen „Bio kann jeder“-Workshops gibt es einen theoretischen sowie einen kochpraktischen Teil, bei dem die Teilnehmer selbst schnippeln und anschließend verkosten.

Das kann doch jeder
Die bundesweit laufende Informationskampagne „Bio kann jeder – nachhaltig essen in Kita und Schule“ wird seit 2004 von der FÖL für die Hauptstadtregion verantwortet und vom Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft finanziert. Mehr Infos, eine Broschüre und Termine zu einer nachhaltigen und kindgerechten Außer-Haus-Verpflegung.
Insgesamt acht Veranstaltungen – sechs in Berlin, zwei in Brandenburg – organisiert der gemeinnützige Verein in diesem Jahr. Veranstaltungsort, Thema und Kooperationspartner variieren dabei, um jede Zielgruppe passend und individuell anzusprechen. So ging es in diesem Jahr etwa auf die „Next Organic Berlin“-Fachmesse, in den Kreuzberger Prinzessinnengarten und in die Naturschule Templin. Häufige Kooperationspartner sind die Vernetzungsstellen Schulverpflegung aus Berlin und Brandenburg.

Einblicke geben, Hemmschwellen abbauen

„Wichtig ist uns, dass sich die einzelnen Akteure in den Workshops gegenseitig vernetzen und dass Erfahrungswerte hinsichtlich der Einführung von Bio in den Küchen weitergegeben werden. Das Rad muss ja nicht jedes Mal neu erfunden werden“, betont Projektleiter Peter Schmidt. Der Oecotrophologe lädt daher zu jedem Seminar gezielt Best Practice-Partner ein, die Einblicke geben und Hemmschwellen abbauen. Seine Aufgabe ist neben der Planung der Veranstaltungen die Vermittlung von Wissen, u.a. zur ökologischen Wirtschaftsweise, zur Bio-Zertifizierung und zu Bezugsmöglichkeiten von Bio aus und in der Region. (mrs)
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