Rund 560.000 Jugendliche haben im vergangenen Jahr einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen. Der Rückgang in der Land- und der Hauswirtschaft ist überdurchschnittlich hoch. Nach den neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes wurden im Jahr 2010 0,6 Prozent weniger neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Überdurchschnittlich starke Rückgänge haben die neuen Länder und Berlin zu verzeichnen. Dort sank die Zahl der Neuabschlüsse um fast 10 Prozent. Erklärungen für die hohe Abnahme im Osten sind der demografische Wandel und eine gestiegene Studierneigung. Im früheren Bundesgebiet hingegen wurden 1,4 Prozent mehr Ausbildungsverträge abgeschlossen.

Während Industrie und Handel sowie die freien Berufe einen Schwund von nur 0,2 bzw. 0,1 Prozent feststellen, liegt der Rückgang in der Landwirtschaft bei 5,3 Prozent. Hauswirtschaftliche Berufe hatten mit einem Minus von 10,8 Prozent im vergangenen Jahr die größten Einbußen bei den Auszubildenden hinzunehmen. (az)
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