Zur Linderung des Fachkräftemangels wird die Einreise hoch qualifizierter Ausländer erleichtert. Experten rechnen mit 3.500 neuen Arbeitsgenehmigungen. Die am Freitag vom Bundestag beschlossene Einführung der „Blue Card“ beseitigt bürokratische Hemmnisse für den Zuzug von Facharbeitern, Akademikern und Auszubildenden. Wer nun eine Blue Card erhält, kann nach drei Jahren eine Niederlassungserlaubnis für sich und die Familie bekommen. Außerdem wurde die Mindestverdienstschwelle gesenkt. Sie beläuft sich nun auf knapp 45.000 €. In Berufen, bei denen in Deutschland ein hoher Bedarf besteht, reicht die Jahreseinkommensgrenze von knapp 35.000 € für eine „Blue Card“ aus. Dazu zählen beispielsweise Ingenieure und Ärzte. Zudem wird Ausländern ein sechsmonatiges Visum angeboten, um sich eine Arbeitsstelle vor Ort suchen zu können. Auch die Zuwanderung für Studierende wurde erleichtert. Ausländische Studierende in Deutschland können 18 Monate nach ihrem Abschluss im Land bleiben, um einen Job zu finden. Von Seiten der Politik wird mit zunächst 3.500 neuen Arbeitsgenehmigungen für Fachkräfte aus den Nicht-EU-Staaten gerechnet. (az)
stats