Austausch

Franzosen, Deutsche und Spanier machen am liebsten Erasmus

Mittlerweile können Praktika auch nach dem Studium gefördert werden. Auch Lehrreisen werden unterstützt.

Seit 30 Jahren nehmen EU-Mitglieder am Erasmus-Programm teil. Teilnehmer können in anderen Ländern studieren, arbeiten oder Praktika absolvieren. In den Jahren 2015 und 2016 haben rund 300.000  Studierende und Lehrkräfte am Programm teilgenommen. Davon kamen rund 40.000 aus Deutschland. Im selben Zeitraum kamen rund 35.000 Teilnehmer nach Deutschland. Die Hochschulen, die die meisten Teilnehmer entsandt haben, sind die Technische Universität München, die Universität Münster und die Humboldt-Universität Berlin.

Geändertes Angebot für Teilnehmer
  • Praktika sind bereits ab 2 Monaten möglich, Förderung gilt während und nach dem Studium 
  • Studierende können jetzt mehrfach, in jedem Studienzyklus (Bachelor, Master, Doktorat) bis zu 12 Monate, gefördert werden
  • Studierende und Hochschulpersonal können aus aller Welt in den europäischen Erasmus-Raum und umgekehrt
  • Studierende, die ihr gesamtes Masterstudium im europäischen Ausland absolvieren wollen, können dies mit einem zinsgünstigen Bankdarlehen tun. Folgende Länder bieten diesen Service bisher an: Spanien, Frankreich, Großbritannien
  • Angebot von Online-Sprachkursen zur Verbesserung einer Fremdsprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch)
Frankreich, Deutschland und Spanien waren die drei Länder, aus denen die meisten Teilnehmer stammten, während Spanien, Deutschland und das Vereinigte Königreich die drei beliebtesten Zielländer für den Austausch von Studierenden und Auszubildenden waren.

Unterstützung für Studierende
  • finanzielle Zuschüsse in Höhe von 650 € pro Monat
  • akademische Anerkennung der im Ausland erbrachten Studienleistungen
  • eine Befreiung von Studien-, Registrierungs-, Prüfungs-, Labor- und Bibliotheksgebühren an der Gasthochschule
  • Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung des Auslandsaufenthalts (kulturell, sprachlich, organisatorisch)
  • ggf. Sonderzuschüsse für besondere Bedürfnisse
Mittlerweile gibt es eine Neuauflage, die unter dem Titel Erasmus+ läuft. Das aktuelle Erasmus+-Programm verfügt in seiner Laufzeit von 2014 bis 2020 über Mittel in Höhe von 14,7 Mrd. € und könnte damit 3,7 Prozent aller jungen Menschen in der EU die Möglichkeit verschaffen, im Ausland zu studieren, ein Praktikum zu absolvieren, Arbeitserfahrungen zu sammeln und Freiwilligendienst zu leisten. Das entspricht rund 3,3 Millionen jungen Menschen. Seit 1987 ist die Zahl der Zielländer von 11 auf 33 gewachsen. Darunter sind alle 28 EU-Mitgliedstaaten sowie die Türkei, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Norwegen, Island und Liechtenstein. Außerdem besteht die Möglichkeit von Partnerschaften mit Ländern in aller Welt.

stats