Auszeichnung

Bauer aus Burkina Faso erhält Alternativen Nobelpreis


Yacouba Sawadogo hat seinem Land zu fruchtbarem Boden verholfen.
Foto: Right-Livelihood-Stiftung
Yacouba Sawadogo hat seinem Land zu fruchtbarem Boden verholfen.

Die Auszeichnung der Right-Livelihood-Stiftung wird an Kämpfer für Gerechtigkeit und Umweltschutz vergeben. Der westafrikanische Landwirt Yacouba Sawadogo ist einer von sieben Preisträgern.

Yacouba Sawadogo wird in einem Dokumentarfilm als "Mann, der die Wüste aufhielt" portraitiert. Und genau wegen dieser Fähigkeit hat er es nun mit der Auszeichnung für den Alternativen Nobelpreis der Right-Livelihood-Stiftung zu Weltruhm geschafft. Der Bauer aus dem westafrikansichen Land Burkina Faso hat dafür eine alte, bereits vergessene Anbautechnik, das Zaï-System, weiterentwickelt.

Fruchtbare Böden mit Kuhfladen und Termiten

Sawadogo experimentierte vor vielen Jahren mit Kuhfladen und Kompost, um die Anbauweise zu ergänzen. Angelockt vom organischen Material, lockern Termiten zusätzlich den Boden, sodass dieser Wasser besser speichern konnte. Die ertragsarmen Böden in der von Dürre gebeutelten Sahelzone wurden daraufhin wieder nutzbar. Dank Sawadogos Methoden stiegen die Ernten teilweise um ein Vielfaches. Mittlerweile wenden Landwirte aus der Region sein System seit 30 Jahren mit Erfolg an.

Tony Rinaudo pflanzt Bäume, um die Wüstenbildung aufzuhalten.
Foto: Right-Livelihood-Stiftung
Tony Rinaudo pflanzt Bäume, um die Wüstenbildung aufzuhalten.
Darüber hinaus erhält der Agrarwissenschaftler Tony Rinaudo aus Australien den Alternativen Nobelpreis. Rinaudo hat eine Methode entwickelt, um die Wüstenbildung aufzuhalten. Dafür pflegt er die natürlich vorkommende Vegetation. Dank seiner Methode konnten mehr als 200 Millionen Bäume allein in Niger angepflanzt werden. Seine Methode werde mittlerweile in mindestens 23 Ländern angewandt, begründet die Stiftung seine Auszeichnung.
Die Preisverleihung findet im November in Stockholm statt. Der Preis ist mit insgesamt rund 290.000 € dotiert.








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