Biolandbau

Hohenheim forscht ökologisch

Die Wissenschaft sucht nach Lösungen für Probleme im ökologischen Landbau. Neben geringeren Erträgen als im konventionellen Anbau und einem alternativlosen Kupfereinsatz, sind Ökolandwirte, ebenso wie konventionelle Bauern, herausgefordert durch Klimawandel, Schädlinge und gesellschaftliche Ansprüche. Ein neues Forschungszentrum entsteht.

Speziell im Ökolandbau gibt es ungelöste Probleme, wie den bisher alternativlosen Kupfereinsatz in Sonderkulturen, das Fehlen von Pflanzensorten und Tierrassen, die an die Bedingungen des ökologischen Landbaus angepasst sind oder die Entwicklung langfristig nachhaltiger Düngestrategien für viehlose und vieharme Betriebe. Außerdem stelllt der Ertragsunterschied zwischen ökologischem und konventionellem Anbau eine Herausforderung dar. Vor diesem Hintergrund entsteht an der Universität Hohenheim ein neues Kompetenzzentrum Ökologischer Landbau.

Neues Forschungsprogramm in Planung

Ziel ist es, die Forschungsschwerpunkte der Universität wie Klimawandel und Bioökonomie mit Themen aus dem Ökosektor zu verknüpfen. Die Förderung umfasst jährlich rund 250.000 € aus denen zwei wissenschaftliche Mitarbeiterstellen und ein Assistent sowie Sachmittel finanziert werden. Dies hat der Landtag in Baden-Württemberg beschlossen. Das Zentrum erweitert die Koordinierungsstelle für Ökologischen Landbau und Verbraucherschutz der Universität Hohenheim.

Außerdem ist ein Forschungsprogramm mit dem Titel „Forschungsprogramm ökologischer Landbau Baden-Württemberg 2030“ geplant, das den ökologischen Landbau als Querschnittsthema betrachtet und in allen Teildisziplinen der Agrarwissenschaft und der Lebensmittelwissenschaft behandelt. Dafür stehen im Haushalt pro Jahr rund 500.000 € zur Verfügung. Mögliche Schwerpunkte könnten Ökologischer Pflanzenschutz, Klimawandel, Tierwohl, Biodiversität oder Digitalisierung und die Big Data-Nutzung im ökologischen Landbau sein, teilt die Universität mit.

 

 

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